Fischen im Süßwasser und an Seen, in Oasen der Stille

Fischen im Süßwasser und an Seen, in Oasen der Stille

Für alle Herausforderungen des Fischens gerüstet

Der Blick in das Wasser des klaren Sees oder das Rauschen der Wasserfälle des Gebirgsflusses laden zum Entspannen ein. In Kroatien bedeutet Fischen im Süßwasser auch wunderschöne Natur und atemberaubende Landschaften. Die mystisch ruhige Donau, die Drau oder die Save, die bezaubernd grüne Farbe der Dobra, Korana, Kupa und Mrežnica, die für lokale Angler mythische Odra, die herausfordernde Gacka, Zrmanja oder Cetina – die kroatischen Stellen für das perfekte Angeln sind allen Jahreszeiten und allen Vorlieben der Angler angepasst.

 

Bevor es ans Angeln geht, sollten auf jeden Fall Angelscheine eingeholt werden. In den örtlichen Angelvereinen sollte man sich über erlaubte Angeltechniken erkundigen, und danach beginnt der Angelspaß auf kroatische Art. Wir wollen nur einige der Angelgebiete nennen, die Angler aus der ganzen Welt liebgewonnen haben.

 

Die Gacka ist ein Fluss mit Kultstatus auf globaler Ebene, falls Sie es auf die größten Forellen abgesehen haben. Unter den Anglern kreisen zahlreiche Legenden über die Größe dieser herrlichen und schmackhaften Fische. Im Scherz wird oft behauptet, dass jeder Reisende, der eine Angelschnur in den Fluss ausgeworfen hatte, auch einen Fang machte. Das Geheimnis der Gacka und der vorteilhaften Bedingungen für Forellen, die hier um ein Mehrfaches schneller wachsen als in anderen Flüssen, liegt in der idealen Temperatur, in dem sauerstoffreichen Wasser und in den 17 Arten, die den Forellen als Nahrung dienen. Diese Schönheit aus der Region Lika ist eine wahre Herausforderung für erfahrene Angler, und Bilder mit Forellen „Made in Gacka“ sind ein originelles und wertvolles Souvenir.

 

Ein wahres El Dorado für Angler ist auch die „Wasserrepublik“ der Donau und der Drau, die einen Lebensraum für die größte Zahl an Fischarten in Kroatien bietet. Ganze 65 Arten! Obwohl es die mächtige Donau in Kroatien nur auf 137 von den fast 3000 Kilometern ihres Flusslaufs bringt, kann man dennoch sagen, dass es ihr schönster Teil ist. In den vielen Flussarmen wird dem Wels besondere Beachtung geschenkt. Die größten Exemplare können in diesen Gewässern sogar über 100 kg schwer werden.

 

Wer es auf Hechte und Karpfen abgesehen hat, muss sein Glück im Gebiet des Lonjsko Polje versuchen, wo die Save mit ihren Zuflüssen Lonja, Struga, Pakra, Ilova und Trebež ideale Bedingungen für das Vorkommen großer Exemplare schafft.

 

Ein besonderes Phänomen ist auch die Kupa, die in ihrem 292 Kilometer langen Flusslauf viele Rollen spielt. Im Oberlauf ist sie ein schneller und unsteter Gebirgsfluss, dann nimmt er im hügeligen Teil der Gespanschaft von Karlovac wie eine Flussmutter Zuflüsse auf und wird allmählich langsamer. Im Tal angekommen, wird er ernst und fließt dann in die Save ein. Wie sich der Charakter der Kupa ändert, so ändern sich auch die Fischarten. Im Gebirge herrschen Bachforellen, die Europäische Äsche und der Huchen vor, während im langsameren Teil Welse und Hechte überwiegen.

Denis Peroš

Von den Seen sollte der größte natürliche See Kroatiens erwähnt werden, der Vrana-See, wo man mit einem Blick auf das nur wenige Kilometer entfernte Meer angeln kann.