Mystische Geschöpfe aus den Tiefen der Adria

Mystische Geschöpfe aus den Tiefen der Adria

Schmackhafte Königinnen der Vor- und Nachsaison

Gemeine Kalmare, Gewöhnliche Tintenfische und Gemeine Kraken stehen in der Mythologie für geheimnisvolle und mythische Wesen, die plötzlich aus dunklen Tiefen aufsteigen und noch schneller wieder von der Oberfläche verschwinden. In Kroatien dienten sie nicht nur Schriftstellern als Inspiration, sondern auch Köchen, und so bilden diese schmackhaften Kopffüßer schon seit Jahrhunderten einen unverzichtbaren Teil der mittelmeerländischen Speisekarten. Diese Meeresspezialitäten können unter anderem als Salate, unter der Ascheglocke, als Gulasch und auf dem Rost zubereitet werden. Legenden über die Jagd auf Kraken, Kalmare und Tintenfische gehören zur kroatischen Tradition. Sportfischer können sich außer dem Fischen auch auf die Jagd nach den etwas anderen Meeresbewohnern einlassen. Hier sind die Fischer genau richtig, die außerhalb der sommerlichen Hochsaison nach Kroatien kommen, denn die Vor- und Nachsaison ist die ideale Zeit für den Fang dieser Kopffüßer. Kraken fängt man am besten am Ende des Sommers und am Herbstanfang, Gemeine Kalmare sind die Könige der Herbst- und Winterzeit, denn in Kroatien gilt der Zeitraum von Allerheiligen bis Fasching (von November bis Ende Februar) als beste Zeit für ihren Fang. Zum Schluss kommen die Tintenfische an die Reihe, die den Zeitraum vom Frühlingsanfang bis Sommeranfang mögen. Wie bei allen Arten des Fischfangs ist ein Fischereischein erforderlich.

 

Der Gewöhnliche Krake

Die achtarmigen Schönheiten gelten als Herren unter den Kopffüßern. Die Jagd auf diese Tiere macht Spaß und ist nicht allzu anstrengend. Vieles kann als Köder dienen; Ihre Kreativität setzt hier die Grenzen. Außer gekauften künstlichen Krebsen benutzen die Fischer auch einen Tennisball oder ein rotes Tuch zum Fang. Der Gewöhnliche Krake hat großen Appetit knabbert im Meer alles an, was sich bewegt. Die beste Zeit zum Fang ist der frühe Morgen, die Abenddämmerung oder die Nacht, wenn dieser vorsichtige Meeresgrundbewohner am aktivsten ist.

 

Der Gemeine Kalmar

Traditionellerweise werden sie mit speziellen, als „Peškafondo” bezeichneten Kunstködern vom Boot aus gefangen. Ein Fang ist auch vom Ufer aus möglich. Die wahren Meister des Fachs wissen, dass die wichtigste Fertigkeit, außer einem guten Köder, die Zuckbewegung mit der Hand ist (kroatisch: „Skosavanje“). Diese Zuckbewegung, die Kalmare anlockt, eignet man sich wie bei allen anderen Fertigkeiten durch Übung und Erfahrung an, und das macht einen wahren Kalmar-Jäger aus. Kalmare werden wie Kraken von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang gefangen.

 

Der Tintenfisch

Der Kaiser des schwarzen Risottos erwacht im Frühling, wie auch die Natur. Die Jagd auf den Meister der Tarnung gelingt am besten mit Ködern in allen möglichen Farben. Wie bei den Kalmaren sorgt die richtige Zuckbewegung der Hand für den Erfolg beim Tintenfischfang. Interessant ist auch, dass Tintenfische in Paaren daherkommen; wenn Sie einen gefangen haben, ist der andere irgendwo in der Nähe.